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Auf den Spuren Siddharthas

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Wer den Weg des Erwachens gehen will,
der muss bereit sein, sein altes Leben hinter sich zu lassen.

Die Dinge und damit sich selbst verstehen zu wollen bedeutet,
das Leben nicht mehr nur zu erfahren und zu erleben,
sondern den tiefen, oft verborgenen Sinn zu ergründen.

Nur in diesem immanenten Sinn,
der sich uns alleine durch tiefes Betrachten erschließt,
können wir wesentlich und wahrhaftig sein.

So, wie der ins Wasser geworfene Stein direkt auf den Grund sinkt,
so müssen auch wir auf direktem Weg und unmittelbar
zur Erkenntnis und Einsicht gelangen.

Uns im eigenen Geist versenkend
erlischt das Bedürfnis nach Wissen oder Erfahrung,
stattdessen geschieht unmittelbares Verstehen.

So werden wir ein anderer,
werden frei von Absichten und Verlangen,
alles Streben und Suchen fällt von uns ab.

Alles hinter uns lassend, uns von allem trennend
finden wir zu uns selbst, um verwandelt zurückzukehren.

Dann versuchen wir nicht mehr, uns selbst zu verstehen,
weil wir erkannt haben, dass wir nur auf der Flucht vor uns selbst waren.

Bei all der Suche und unserem Streben,
des Absoluten gewahr zu werden,
hatten wir uns selbst verloren.

In dieser Erkenntnis haben wir uns selbst wieder gefunden,
sind zu uns selbst zurückgekehrt.

Auf der Suche nach dem Meister haben wir ihn in uns gefunden.

Dann sehen wir die Welt mit anderen Augen
unmittelbar und voller Bewunderung,
erfüllt von Demut und Achtung vor allem Sein.

In der Illusion der Welt der Erscheinungen
können wir nun die Wirklichkeit erkennen,
und der Sinn des Lebens offenbart sich uns unmittelbar in Allem.

Wir erkennen, wie verblendet wir waren
und können jetzt sehen, was wirklich ist.

Was wir als Täuschung erlebten,
offenbart sich nun als die Wirklichkeit,
denn nicht die Welt und die 10.000 Dinge waren eine Täuschung,
sondern unsere Vorstellung davon.

Dann sind wir nicht mehr der, der wir einmal waren,
haben gelernt, ganz für uns zu sein und unseren Weg zu gehen,
frei und ungebunden.