Philosophie des Zen-Dao

Die Wirklichkeit des Zen
ist meine eigene Wirklichkeit.

Es gibt keine Wirklichkeit,
die ich nicht selbst wäre.

Die Welt, das bin ich selbst,
alles was ich erlebe
nur eine Bewegung im Geist.

Mit anderen Worten

Wir erschaffen die Welt nicht,
weil alles, was möglich ist, schon da ist,
unabhängig von unseren Gedanken und Vorstellungen,
aber durch unsere Gedanken und Vorstellungen
entsteht das, was Realität und Wirklichkeit ist.

Wir existieren in einem Feld
von Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten,
wir modulieren das Feld,
aber wir erzeugen es nicht.

Der GEIST, das Absolute, ist reines Potenzial,
der bewusste Geist, das Relative, realisiert, was ist.

Weg des Geistes

Nur dem öffnet sich der Weg zu sich selbst,
der den Weg des inneren Meisters erkannt hat.

Der Weg des Geistes offenbart mir
die Stärke und Weisheit,
die größer ist als ich selbst
und die mich gleichermaßen ausmacht.

Nur im Sieg über mich selbst
vermag ich inneren Frieden zu finden
und Meisterschaft zu erlangen.

Da ist kein Wollen und keine Absicht,
ich bin der Weg wie der Weg ich ist.

Die Welt ist gleichermaßen Leere und Form,
weder verbunden noch getrennt,
sondern Eins.

Zum Ursprung finden

Der Geist des Kosmos ist der Ursprung von allem,
das ursprüngliche Wesen ist Geist.

Die Kraft des Geistes erwächst mir
in der geistigen Sammlung und Konzentration,
in der meditativen Lebenshaltung
und der Beachtung der Gesetzmäßigkeiten des Lebens.

Versenke ich mich im eigenen Geist,
finde ich zum Geist des Kosmos.

Drei Aspekte lassen mich den Weg erkennen:

Streben nach Vollendung, das bedeutet
den Atem des Kosmos zu atmen.

Versenkung in den Geist, das bedeutet
erfüllt zu sein von dem Geist des Kosmos.

Meisterschaft, das bedeutet in meiner Existenz
den Kosmos zum Ausdruck zu bringen.

Alltag – Ort der Praxis

Das Dojo, die Übungshalle,
in der die Zen-Künste gelehrt
und praktiziert werden,
wird auch »Ort der Erleuchtung« genannt.

Indem wir unser alltägliches Leben
zum Dojo werden lassen,
wird es für uns zum »Ort der Erleuchtung«.

Am Anfang steht das bewusste und willentliche Praktizieren,
dem folgt die Praxis der unbewussten Konzentration,
darauf folgt absichtsloses Sein.