Du erkennst, wie sinnlos der Kampf war,
dass du gescheitert bist in dem Versuch,
das Leben zu meistern.
Darum hörst du auf, etwas erreichen zu wollen,
und überlässt dich ganz dem Strom des Lebens.
In der Hingabe an die Welt,
in dem bewussten Innehalten,
erkennst und anerkennst du das Größere,
das auch dich ausmacht.
In dieser Erkenntnis vertraust du dich dem Leben an,
besinnst dich auf deinen Urgrund und Ursprung.
Du bist bereit, dich dem zu stellen, was ist,
zu akzeptieren was geschieht,
was jedoch nicht bedeutet,
damit einverstanden zu sein.
Du bekennst dich zu dem,
was und wie du bist,
ohne Vorbehalt,
ohne Rechtfertigung
und ohne Einschränkung.
Dann entscheidest du dich,
wesentlich und wahrhaftig zu sein,
alles Falsche zu lassen und dich
dem Richtigen zu verpflichten,
auch dies ohne jegliche Einschränkung
und ohne Ausnahme.
Du stellst dich dir selbst,
verantwortest dein Tun,
vergangenes, jetziges und zukünftiges.
In der Versenkung in den eigenen Geist,
der geistigen Sammlung,
der Kontemplation
und der meditativen Lebenshaltung
findest du zum Wahren
und damit zu dir selbst.
Du richtest dich auf den Kosmos aus,
wissend, dass du darin die Kraft
und den Mut findest,
den Weg zu gehen.
Dein ganzes Leben am Kosmos ausrichtend,
wirst du eins mit ihm, ohne Unterschied.
Aus dieser Verbundenheit heraus
wirst du zum Diener der Wahrheit,
des Kosmos und der Menschen.



