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Mysteriöse wunderbare Welt

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Die Notwendigkeit

Wir scheinen erst dann wirklich etwas zu verändern beziehungsweise wir machen erst dann etwas grundsätzlich anders, wenn wir bei irgend etwas gescheitert sind, wenn wir endlich begriffen haben, dass es nicht mehr weiter gehen kann wie bisher.

Solange wir mit dem, wie es gerade ist, einigermaßen klarkommen, solange besteht für uns keine zwingende Notwendigkeit, etwas grundlegend anders zu machen und unser bisheriges Leben aufzugeben und neu anzufangen.

Das erinnert mich immer an einen Bekannten, der ziemlich dick war. Als ihm aber sein Arzt klar machen konnte, dass er bald sterben würde, wenn er weiter so leben würde wie bisher, sah er ganz offensichtlich die Notwendigkeit, etwas grundlegend in seinem Leben zu ändern.

Heute ist er schlank und lebt noch immer. Ganz offensichtlich hat er „seine“ Notwendigkeit erkannt, etwas in seinem Leben zu ändern. Das ist die entscheidende Frage, ob ich eine solche Notwendigkeit etwas grundlegend anders zu machen in meinem Leben erkenne oder ob es mir nur darum geht, mich ein bisschen besser einzurichten.

Ich wage zu behaupten, dass es diese Notwendigkeit gibt, sie wird immer deutlicher, aber nicht nur für den Einzelnen, sondern für die gesamte Menschheit. Die Herausforderung dabei ist meiner Ansicht nach zu erkennen, dass es nicht darum geht, was zu tun wäre, auch wenn fraglos etwas anders getan werden muss, nur dass das erst der zweite Schritt ist.

Wir sind so sehr auf inhaltliche Fragen fixiert, dass wir scheinbar nicht merken, dass nicht der Inhalt, sondern die Form entscheidend ist. Das heißt, wir müssen unser Denken neu strukturieren, wollen wir das Richtige tun können.

Zuerst müssen wir also anders denken lernen, und zwar jeder Einzelne, wirklich jeder. Und das hat letztlich auch etwas mit Würde zu tun.