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Damit es funktioniert

Klingt komisch, ist jedoch sehr ernst gemeint. Es gibt ein paar grundsätzliche Annahmen über Wirklichkeit und die Art und Weise wie Lebewesen und damit auch wir selbst „aufgebaut“ sind, die ein vollkommen anderes (Selbst-) Verständnis bedingen.

Nehme ich einen Grund für das Entstehen eines Phänomens an, den (also den Grund) es in Wirklichkeit jedoch nicht gibt, dann werde ich dieses Phänomen niemals „steuern“ können, weil ich ja den Grund nicht kenne. Ich finde sozusagen den Aus-, An- oder Umschalter-Schalter nicht.

Ich versuche immer zwischen Dingen zu unterscheiden, die es im Rahmen menschlicher (und wissenschaftlicher) Erkenntnisfähigkeit gibt, darüber kann man reden und, wie ich finde, muss man auch. Doch was ich nicht selbst verifiziert habe, wende ich für mich nicht an, das gehört für mich in den Reich der Fabelwesen.

Was nicht heißt, dass ich mich nicht von fiktiven Gedankengängen inspirieren lassen würde, ganz im Gegenteil! Aber immer schön auf dem Boden der Tatsachen bleiben, sonst verliert man die Haltung und es wird diffus. Und das liegt mir absolut nicht.

Also will ich hier ein paar Fakten sammeln, zum besseren Verständnis.

Das fängt schon damit an, dass wir selbst uns immer wieder beim Denken unterbrechen, indem wir uns dazwischen quatschen. Und nicht nur, wenn wir mit anderen reden? „Richtiges“ Denken fängt damit an, keine Gedanken zu haben. Und das setzt voraus, sich einzulassen - auf sich selbst wie auf andere.

Ein weiters wichtiges Hilfsmittel ist „Ockhams Rasiermesser“. Der Begriff beschreibt ein heuristisches Prinzip aus der Scholastik, das bei der Bildung von erklärenden Hypothesen und Theorien höchstmögliche Sparsamkeit gebietet. Das nach Wilhelm von Ockham benannte Prinzip ist uns eine Richtschnur in unseren Gesprächen.

Von mehreren möglichen Erklärungen für ein und denselben Sachverhalt ist die einfachste Theorie allen anderen vorzuziehen.

Eine Theorie ist einfach, wenn sie möglichst wenige Variablen und Hypothesen enthält und wenn diese in klaren logischen Beziehungen zueinander stehen, aus denen der zu erklärende Sachverhalt logisch folgt. Damit verbunden ist die Forderung, für jeden Untersuchungsgegenstand nur eine einzige hinreichende Erklärung anzuerkennen.

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