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Das ist noch nicht das Ende

Wenigstens andeutungsweise soll erwähnt werden, dass es in allen Gesellschaften immer wieder Menschen gegeben hat, die versucht haben, die »Lichtung« einer vordefinierten Wirklichkeit zu verlassen und ihr Bewusstsein für das Unbekannte zu öffnen. Ihre Berichte über die Wirklichkeit außerhalb der »Lichtung« stehen allerdings vor einer grundsätzlichen Schwierigkeit:

Die Sprache, derer sie sich bedienen müssen, ist Ausdruck der Wirklichkeitssicht, die auf der »Lichtung« vorherrscht, und deshalb prinzipiell ungeeignet, Wirklichkeitserfahrung außerhalb der „normalen“ Wirklichkeitsbilder zu vermitteln.

Dabei sind diese Einsichten nicht neu. Der Dichter Dante Alighieri schildert in seiner göttlichen Komödie eine Erfahrung mit dem, was vielen Menschen im Leben begegnet, in diesem Gleichnis:

»Es war in unseres Lebensweges Mitte als ich mich fand in einem dunklen Walde; denn abgeirrt war ich vom rechten Wege, wohl fällt mir schwer, zu schildern diesen Wald, der wildverwachsen war und voller Grauen und in Erinnrung schon die Furcht erneut: So schwer, dass Tod zu leiden wenig schlimmer.«

Dante verirrt sich in einen tiefen Wald, weil er den rechten Weg verloren hat. Nun strebt er dem Berg der Tugend entgegen, als er von einem Panther (dem Sinnbild der Wollust), einem Löwen (dem Sinnbild des Hochmutes) und einer Wölfin (dem Sinnbild der Habgier) in ein finsteres Tal abgedrängt wird. Dort begegnet er dem Dichter Vergil, den er auch sogleich um Hilfe bittet.

Vergil entgegnet ihm: »Du musst auf einem anderen Wege gehen, wenn du aus dieser Wildnis willst entfliehen.« Dante wird daraufhin von Vergil durch die Hölle und auf den Läuterungsberg begleitet.

Was Dante hier auf poetische Weise beschreibt, hat seine Ursache in der Verblendung der Menschen, die sich ihrer selbst nicht mehr bewusst sind. Es ist nichts anderes als das, was die Wissenschaftler mit nüchternen Worten zu erklären suchen.

In einem Brief Galileo Galileis an Johannes Kepler steht folgenden Satz: „Hier in Padua gibt es einen Philosophieprofessor, den ich wiederholt und dringend gebeten habe, den Mond und die Planeten doch durch mein Glas zu betrachten, was er unwillkürlich ablehnt“.

Da kann man wohl direkte Parallelen zur heutigen Zeit ziehen, nicht nur für manche Wissenschaftler, sondern auch für viele andere. Wie heißt es doch so schön? „Es kann nicht sein, was nicht sein darf.“ Und von genau dieser Haltung sollte sich vielleicht der eine oder andere lösen.

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