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Mich einlassen auf das Leben

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Sein, der ich bin

Alles ist bedingt, nichts existiert aus sich selbst heraus. Doch das heißt nicht, dass ich in meinem Denken, meiner Haltung und meinem Tun vorherbestimmt wäre. Es steht mir frei, wie auch jedem anderen, mich immer wieder neu zu entscheiden.

Doch ich entscheide nicht „einfach so“, sondern allein aufgrund der Strukturen, die in meinem neuronalen Netzwerk gespeichert sind. Also doch determiniert? Die Antwort ist ein klares „Jein“. Natürlich denke, verhalte und handle ich determiniert meiner Prägungen entsprechend, doch ich kann auf diese Prägungen im Vorfeld Einfluss nehmen, indem ich die äußeren Prägungen verändere, die mich wiederum innerlich prägen und mich letztlich sein lassen, wie ich bin.

Dass dies absolut konsequent geschehen muss, liegt auf der Hand und ist auch offensichtlich. Dazu gehört, dass ich klare Anweisungen für meine Denkmuster habe, genauso wie Optionen, wie ich mich selbst kontrollieren kann. Da ich das natürlich nicht wirklich kann, muss ich auch hier für äußere Hilfsmittel sorgen, die ohne mein Zutun funktionieren.

Das alles ist von großer Bedeutung, wollen wir in unserem Leben ernsthaft etwas neu gestalten, denn entgegen unserem üblichen Verständnis entscheidet nicht der Inhalt darüber, was passiert, sondern die Form legt fest, in welchem Rahmen wir uns bewegen.

Es geht dabei um wirkliche Lebenskunst. Kunst aber geschieht nicht „aus dem Bauch heraus“, sondern will genau bedacht sein. Das ist die Kata, das innere Bild, wie ich bin und was ich realisiere. Ohne Konjunktiv. Ich muss das scheinbar Unerreichbare wollen, um das Mögliche zu realisieren.

Der Text „Die Philosophie dahinter" ist eine Adaption des Buches „Zen und die großen Fragen der Philosophie“ von Heinrich Lethe mit gedanklichen Ergänzungen von mir.