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Die Welt und ich

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Gestaltung des Lebens

Wenn ich mich ganz auf die Idee des Inneren Klosters einlasse, je mehr ich die einzelnen Funktionen vom Abt bis zum Pförtner wie alle Räumlichkeiten, vom Klostergarten bis hin zur Klause in meinem Denken zu erkennen beginne, umso deutlicher wird mir, wie ich auf diese Weise nicht nur mein Leben, sondern gerade auch meine Beziehungen gestalte.

Durch diese Konzentration auf die (scheinbar) äußere Organisation meines Lebens fange ich an, anders zu denken; wenngleich nicht ich anders denke, sondern es denkt einfach anders in mir. Angefangen habe ich damit, indem ich mein grundsätzliches Problem in meinem eigenen Denken und Reden erkannt habe. Und indem ich mich bewusster organisiert habe, hat sich genau dieses Denken und Reden verändert.

Und damit wiederum ändern sich auch meine Beziehungen, nicht nur zu den Menschen, sondern zu den Dingen überhaupt, einfach deshalb, weil ich anders geworden bin. Meine Wertigkeiten werden anders. Und es ist wie bei dem wirklichen Dialog, so wie ihn Bohm und de Vries beschreiben.

Wollen wir ernsthaft miteinander über Sinn sprechen, wirklich ernsthaft und nicht nur an der Oberfläche, dann müssen wir mehrere Schritte absolvieren, jedenfalls gehe ich davon aus.

Es beginnt damit, dass wir bereit sind den (inneren) Konflikt auszuhalten, wenn wir uns angegriffen oder in Frage gestellt fühlen. Und wir müssen aufhören, uns hinter Wortwolken oder Schweigen zu verstecken. Je mehr wir glauben, dass uns theoretische Konzepte helfen, desto mehr entfernen wir uns von uns selbst.

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