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Die Welt und ich

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Das Universum in mir

In meinem inneren Kloster wie in meinem Leben einen Aspekt des gesamten Universum zum Ausdruck bringen - dieser Anspruch erinnert mich an eine Zen Geschichte.

Eine Fabel erzählt von einem alten Teemeister in Japan. Er hatte einen Garten geschaffen für seinen Freund, der am Meer lebte. Diesen Garten umgab eine hohe Hecke. Sie verwehrte einen Blick auf das Wasser. Sein Freund aber war unglücklich, weil er sein geliebtes Meer nicht mehr sehen konnte.

Eines Tages – er wandelte gerade durch seinen Garten - ging er zum Wasserbecken, um seine Hände zu waschen. Als er sich zum Becken nieder bückte, entdeckte er einen Spalt in der Hecke und gewahrte das tosende Meer.

Da erkannte er die Absicht in der Gestaltung des Gartens: Der Teemeister wollte seinen Geist anspornen. Er hatte eine Verbindung zwischen dem Wasser im Becken und dem großen Ozean entdeckt und damit auch die Beziehung zwischen sich und dem unbegrenzten Universum erkannt.

Es geht also nicht um das Offensichtliche und Vordergründige, sondern um das Tiefsinnige, Wesentliche und wirklich Bedeutsame. Ds verlangt als erstes Einfachheit. Alles muss klar strukturiert sein und darf keinen Zierrat besitzen. Hinzu kommt die Natürlichkeit.

Allein wenn ich das in meinem Leben realisiert habe, habe ich schon viel erreicht. Es kommt dabei immer auf den tieferen Sinn hinter den Dingen an. Es gilt den Kern zu erfühlen und zu ergründen.

So wie auch der Zen-Garten zu einem Ort der ruhigen Gedanken entworfen und geschaffen ist, so muss auch ich in allem sein, um bei mir selbst sein zu können.

So wie der Freund des Teemeisters in der Geschichte. Er war nicht mehr Besitzer oder Betrachter seines Gartens, sondern zum Teil eines Ganzen geworden.

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