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Die Welt und ich

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Es geht um mich selbst

Wie will ich sein? Keine leicht zu beantwortende Frage! Üblicherweise beantworten wir diese Frage ja über das Außen und listen unsere Sozialdaten auf. Also wird es Zeit, einmal nach Innen und mit sich selbst in Klausur zu gehen, um sich zu fragen, wie oder was will ich in der Welt sein; was ich vielleicht als meine Berufung ansehe. Doch das setzt voraus zu wissen, was ich überhaupt bin. Nicht in der Welt „da draußen“, sondern was ich als Mensch bin.

‘Ein Mensch, der sich seiner Würde bewusst geworden ist,‘ sagt Gerald Hüther, ‘braucht weder den Erfolg beim Kampf um begrenzte Ressourcen noch irgendwelche Ersatzbefriedigungen, die ihm von Werbestrategen angeboten werden.‘ Ich gehe noch ein wenig tiefer und frage mich, worin oder woraus Würde entspringt. Würde wird nicht verliehen, ich habe sie oder eben nicht. Doch woraus resultiert sie?

Darauf haben wir nicht die eine, die ultimative Antwort. Es ist immer unser Weltbild und damit unser Selbstbild, womit wir das definieren. Ich habe lange an dem Satz von Jiddu Krishnamurti „You are the world“ gekaut. Letztlich waren es die Gedanken der Quantenphysiker, die mich dazu brachten zu erkennen, dass ich kein Tropfen in einem Ozean, sondern ein Ozean in einem Tropfen bin.

Und daran arbeite ich, dies in mein Denken nicht nur einfließen zu lassen, sondern zum Ausgangspunkt meines Denkens überhaupt zu machen. Und auch meines inneren Klosters. Denn wie jedes Kloster auch geht es ja nicht um die klösterliche Struktur, sondern das, was mit dieser Struktur zum Ausdruck gebracht werden will oder auch soll. Ich bin da eher für „will“. Denn ich glaube nicht, dass ich aus mir selbst heraus existiere, sondern dass ich Ausdruck des Ganzen bin.

Eines der Bücher von Ken Wilber hat den Titel „Im Auge des Hurrikans bist du sicher“. In dem Buch „Warum Lazarus lachte“ schreibt Wei Wu Wei ganz Ähnliches, nämlich dass wir Wirbelströme seien, deren Zentrum ein bewegungsloser und ewiger Punkt ist, der in der Manifestation mit zunehmender Geschwindigkeit als Bewegung in Erscheinung tritt, dabei in seinem Epizentrum stets in vollkommener Ruhe ist.

Doch nur der Kern ist Realität, alles andere ist Manifestation. Ich unterscheide immer zwischen Potential, Manifestation und Realisation. Das Potenzial, wenn Sie so wollen mein Potenzial, ist vollkommene Stille, genauso wie Ihres und das jeden anderen. Vollkommene Stille.

Um dieser Stille immer wieder gewahr zu werden, brauche ich mein inneres Kloster, will ich mich nicht verlieren.

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