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Ergründen, was ist

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Das Gute, Schöne, Wahre

Nicht nur Sokrates und Platon sahen ihre Berufung darin, das Gute, das Schöne und das Wahre zu erkennen und zu untersuchen, nicht um es zu analysieren, sondern um seiner teilhaftig zu werden. Sokrates und Platon haben für uns in Deutschland eine besondere Bedeutung, basiert doch unsere geistige Kultur ganz wesentlich auf ihren Gedanken und Überlegungen.

Mich mit solchen philosophischen Gedanken zu beschäftigen tue ich zum einen um meiner selbst willen, zum anderen kann jeder daran und davon partizipieren, der mag. In Platons Höhlengleichnis findet sich eine sehr gute Beschreibung dessen, worum es mir geht:

Das Höhlengleichnis verdeutlicht den Sinn und die Notwendigkeit des philosophischen Erkenntnisweges, der als Befreiungsprozess verstanden werden muss. Das Ziel ist der „Aufstieg“ aus der sinnlich wahrnehmbaren Welt der vergänglichen Dinge, die mit einer unterirdischen Höhle verglichen wird, in die rein geistige Welt des unwandelbaren Seins. Den Aufstieg vollzieht zwar jeder für sich, aber da man dabei Hilfe benötigt, ist es zugleich auch ein kollektives Bemühen.

Dabei geht es mir nicht um das Philosophieren an sich, sondern ich will das Erkannte auch wirklich leben und sein. Ich bin mir bewusst, dass das die wirkliche, die eigentliche Herausforderung ist. Es ist der Versuch, etwas Nicht-Fassbares auszudrücken, zu manifestieren und zu realisieren; denn nur im eigenen Leben, im konkreten Tun ist es erfahrbar.

Ich kann über Achtsamkeit, über Freude oder Mitgefühl wie über Gelassenheit philosophieren, doch erleben, wirklich erleben kann ich es nur, wenn ich genau das bin. Doch der philosophische Aspekt, die Idee ist nicht bedeutungslos, sie ist die Voraussetzung dafür, dass es in mir selbst lebendig werden kann.